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Leukerbad - Daubenwand an der Gemmi. Nach einer Zeichnung im Reisebüchlein von Andreas Ryff (um 1600) |

Darstellung der Daubenwand an der Gemmi von Samuel Bodmer, 1701, herausgegeben von Johann Jakob Scheuchzer, 1708. |

Gemmiwand, Foto von Winfried Lausberg, 1973. |
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Alte Gemmi und Gemmipass
Die Gemmi verbindet Kandersteg im Berner Oberland mit Leukerbad im Wallis. Sie gehört mit den Pässen Grimsel, Lötschen, Rawil und Sanetsch zu den historisch bedeutenden und gut begehbaren Übergängen der nördlichen Alpenkette. Auf der Südseite der Gemmi führte der Weg zunächst vom Daubensee durch das Furggentälti über die Alte Gemmi zur Clabinualp und weiter bis Leukerbad. Wann der Weg von der Alten Gemmi in die Daubenwand und damit zum Gemmipass verlegt wurde, kann nicht mit Sicherheit angegeben werden. Allgemein bekannt war die Gemmi schon um 1500.
Die Gemmi auf alten Karten
Konrad Türst nennt auf seiner Karte der Eidgenossenschaft 1495/97 nicht nur erstmals den Namen Gemmi, sondern vermittelt mit den Namen Frutigen - Cander (Fluss) - Gemmi - bad (Leukerbad) und loeg (Leuk) auch eine Vorstellung über den Routenverlauf. 1577 beendete der damalige bernische Stadtarzt Thomas Schoepf seine Karte des Kantons Bern. Noch ist die Gemmi nicht als Route dargestellt, jedoch belegen mehrere Brücken einzelne Fixpunkte des Wegverlaufs. Erstmals dargestellt ist der Dubensee. Die höchste Stelle des Übergangs ist als Gemi m bezeichnet. Hier verläuft nach der Karte die Grenze zum Kanton Wallis, worauf der Kommentar ausdrücklich hinweist. Schoepf bezeichnet den Pass als sehr hoch und rauh. Er diene als Zugang zu den Thermen von Leuk und die nur in den späten Sommermonaten begehbar.
In der zeit von Türst bis Schoepf erscheinen die Pässe auf den Karten nur als Namen und sind damit einzig als Verbindungen zwischen Tälern oder Orten belegt. Über den Verlauf des Gemmiwegs, vor allem über die schwierig zu überwindende Daubenwand erfahren wir aus den Karten nichts. Dagegen belegen die zugehörigen Kommentare und weitere schriftliche Quellen, dass einige Jahrzehnte vor 1574 der Übergang von Leukerbad nach Kandersteg von der Alten Gemmi zum heutigen Gemmipass verlegt worden ist.
Lit.:
Klaus Aerni, Cartographica Helvetica, Heft 19, Januar 1999, p. 3 - 15 |
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