Typische ökologische Ausgleichsflächen in der Wauwiler Ebene

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Übersichtskarte der ökologischen Ausgleichsflächen, welche seit 1995 realisiert wurden.

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Seit 1995 läuft ein erfolgreiches Projekt zur ökologischen Aufwertung der Wauwiler Ebene. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach, der Luzerner Natur- und Vogelschutzverband und ortsansässige Landwirte realisierten zusammen über 25 ha neue ökologische Ausgleichsflächen. Dieses Projekt soll weitergeführt und ausgeweitet werden. Mit der am 1. Mai 2001 in Kraft getretenen "Verordnung über die regionale Förderung der Qualität und der Vernetzung von ökologischen Ausgleichsflächen in der Landwirtschaft" (kurz ÖQV) wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Bundesgelder in gezielte Aufwertungsprojekte fliessen können. Das vorliegende Konzept ist eine für die Region Wauwiler Ebene massgeschneiderte Grundlage zum Erreichen der Qualitäts- und Vernetzungsziele im ökologischen Ausgleich sein.
Das erste Revitalisierungsprojekt, welches 1995 startete war auf 6 Jahre befristet. Seit 1995 sind im Rahmen dieses Projektes zahlreiche Erfolge erzielt worden. Das wichtigste Ziel des Projekts wurde erreicht: Die neuen Ausgleichsflächen sind so über die Ebene verteilt, dass man heute von einem, wenn auch grobmaschigen Netz wertvoller Lebensräume sprechen kann. (Abb. 4 in Anhang 7.4). Interessant ist auch die Tatsache, dass im Jahr 2000 42% aller Buntbrachen, welche es im Kanton Luzern gab in der Wauwiler Ebene lagen (Kantonales Landwirtschaftsamt, mündlich).
Was die Auswirkungen des Projektes 1995/2001 auf die Lebewelt betrifft, könnte auf den ersten Blick Ernüchterung aufkommen. Keine der in den Zielsetzungen 1995 genannten Arten (Feldhase, Kiebitz, Feldlerche) hat in ihrem Bestand deutlich zugenommen. Viele Arten der offenen Feldflur reagieren offenbar auf Verbesserungen, wie sie im Rahmen eines Revitalisierungsprogramms möglich sind, nur verzögert, oder ihre Bestände sind bereits so geschwächt, dass ein Aufschwung kaum mehr möglich ist. Allerdings konnte auch beobachtet werden, dass mehrere Tagfalterarten, die Kreuzkröte, Libellen und einige seltene Pflanzenarten heute wieder deutlich häufiger in der Ebene vertreten sind, als noch vor 5 Jahren. Durch das Bereitstellen von weiteren qualitativ wertvollen Ausgleichsflächen und eine bessere Vernetzung - beides soll im neuen Projekt verwirklicht werden - können wir diese Arten vermehrt stützen und die Wauwiler Ebene zu einem wertvollen Lebensraum für die typischen Arten der offenen Feldflur entwickeln.
© Roman Graf, Vogelwarte Sempach |
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