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Von Mäusen und Spitzmäusen im Luzerner Mittelland
Otto Holzgang & Monika Pfunder
Zusammenfassung
Im Kanton Luzern ist sehr wenig über das Vorkommen von Kleinsäugern bekannt. In der vorliegenden Arbeit werden die Ergebnisse von Fangaktionen dargestellt, die schwerpunktmässig in Feuchtgebieten und Verlandungszonen durchgeführt wurden. Insgesamt konnten wir 298 Tiere, zu sieben Maus- und drei Spitzmausarten gehörend, mit Köder in die Lebendfallen locken und elf zusätzliche Säugetierarten durch Zufallsbeobachtungen nachweisen. Am häufigsten fingen wir Wald- und Rötelmäuse, wobei die Waldmaus beinahe in allen beprobten Lebensräumen, die Rötelmaus hingegen bevorzugt an feuchten Standorten vorkam. Gelbhalsmaus und Erdmaus gingen uns in erster Linie an feuchten Standorten in die Falle. Bei der Gelbhalsmaus spielte ein gutes Angebot an Gebüschen eine Rolle, während bei der Erdmaus gute Deckung durch Hochstauden, Grossseggen, Pfeifengras oder Schilf von Bedeutung war. Von den insgesamt 84 markierten Tieren konnten wir 46% wieder fangen, einige Individuen sogar bis zu dreimal während zwei Nächten. Die längste zurückgelegte Wegstrecke zwischen zwei Fallen betrug bei einem Waldmaus-Männchen 94 Meter, ein Gelbhalsmaus- und ein Rötelmaus-Weibchen legten je rund 90 Meter zurück. |
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