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Geo-Event
Freitag + Samstag, 1.+2. Juni 2007
Eine vertikale Zeitreise durch Luzern
Erstmals finden unter dem Titel „Erlebnis Geologie“ am Freitag und Samstag, den 1./2. Juni 2007, an verschiedenen Standorten in der ganzen Schweiz zahlreiche informative und unterhaltsame Geo-Events «zum Anfassen» statt (vgl. www.erlebnis-geologie.ch).
Auch in der Stadt Luzern sind verschiedene Anlässe geplant:
- Jahrmillionen-Abend und Zeitsteine-Jahrmillionen-Weg (Gletschergarten)
- Bedeutung der Geologie im Alltag am Beispiel des Projekts „Tieferlegung Zentralbahn“
- (Naturmuseum)
- Lancierung des Faltbogens „Naturschauplatz Geologie“ (Umweltschutz der Stadt Luzern
Die Naturforschende Gesellschaft Luzern NGL wird sich mit dem Projekt „Eine vertikale Zeitreise durch Luzern“ an den Erlebnistagen beteiligen. Mit einer rund 20 m tiefen Kernbohrung auf dem Kurplatz soll die Bedeutung und Vielseitigkeit der Untersuchung des Untergrundes hautnah erfahrbar werden. Innert 2 Tagen werden einige hunderttausend Jahre Kurplatzgeschichte an den Tag gebracht. Fachleute aus den verschiedensten Fachdisziplinen (Historiker, Archäologen, Geologen, Limnogeologen) laden die interessierte Bevölkerung zu einer spannenden Spurensuche in die Vergangenheit ein.
Das Kernbohrgerät wird am Freitag den 1. Juni installiert, die Bohrarbeiten beginnen um ca. 10 Uhr, und werden am Samstag um ca. 16h Uhr beendet sein.
Das Seeufer im Bereich des Kurplatzes dürfte wie folgt aufgebaut sein, wobei sich die genauen Verhältnisse im Untergrund wie auch eventuelle Trouvaillen sich erst während der Bohrung in Gegenwart der interessierten Bevölkerung und der Fachleute ergeben werden
| Leitung: |
RDr. Franz Schenker,
Geologe-Mineraloge, Meggen |
| Programm: |
Geo-Event |
| Treffpunkt: |
Kurplatz, Luzern |
| Dauer: |
Freitag und Samstag |
| Weitere Infos: |
www.erlebnis-geologie.ch |
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Tiefe
UKT |
Formations-
bezeichnung |
Bemerkungen
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Bohrgerät
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0 bis ca. 4 m |
Künstliche Auffüllung |
Der Uferbereich wurde während und nach dem phasenweisen Abbruch der Hofbrücke (1852) aufgeschüttet. Interessant ist die Herkunft des Schüttmaterials (z. B. Abraum der Steinbrüche, Aushubmaterial vom „Gotthardhaus“ und den Hotelbauten am See). Mittels chemischer Analysen vor Ort könnten allenfalls vorhandene Belastungen nachgewiesen werden. |

Luzern 1837
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ca. 4 m bis ca. 4.5 m |
Hafen-
sedimente |
Vor der Aufschüttung befand sich hier gemäss der Lithographie von Chevalier 1837 und der Merian-Karte von 1642 die Anlegestelle für Transportschiffe. Mit Glück könnten Artefakte erbohrt werden (Ziegelsteine, Holz, Werkzeuge, etc.) |
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4.5 bis ca. 18 m |
Wechsellagerung von Delta- und Bachablage-rungen mit postglazialen Verlandungs-sedimenten mit Torfschichten |
Die natürlichen und künstlichen Seespiegelschwankungen widerspiegeln sich in dieser Formation. Ziel wäre es insbesondere, in den Torfschichten (auf Tiefen zwischen 4 8 m) Hochwassersedimente, hervorgerufen durch Tsunamiwellen, zu finden. |

Dropstone
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18 bis 20 m |
Glaziale Ablagerungen |
Grundmoräne, mit erratikern Blöcken (Granit, Gneiss, Kalke, Sandsteine) |

Luzern20Mio |
ab ca. 20 m |
Sandsteinfels/ Mergelsteine |
Obere Meeresmolasse |
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Luzern 1837 |
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