Naturforschende Gesellschaft Luzern
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Programm
Winter 1999/2000

Veranstaltungen
(zusammen mit dem SAC und dem SIA)
VORTRAG 1

FREITAG, 28. JANUAR 2000
WINTERLICHE NATUR-BEOBACHTUNGEN IN DER STADT

Das Klima der bodennahen Luftschicht geht Pflanzen, Tieren und Mensch viel näher als das grossräumige Wettergeschehen. Im Winter, bei Schnee, Frost und eisigen Winden erfahren wir die Wirkung des kleinörtlichen Klimas intensiver als zu den anderen Jahreszeiten. In der "dunklen Saison" lassen sich aber auch die reizvollsten Beobachtungen des Mikroklimas anstellen. Der Vortrag gibt uns Einblick in eine Vielfalt solcher Erscheinungen und zeigt uns, wie faszinierend die Naturbeobachtungen auch in der scheinbar toten Jahreszeit sein können.

An den Samstagen 29. 01 und 05.02. finden je zwei Exkursion (à 2 h) zum Thema statt. Genaueres dazu wird der Referent am Vortragsabend mitteilen.

Referent: Dr. Josef Brun
Ort/Zeit: Hochschule Luzern, Pfistergasse 20, Hörsaal T1 / 20‘00

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VORTRAG 2

FREITAG, 11. FEBRUAR 2000
ALPENÜBERGÄNGE.
DIE PASSLANDSCHAFT GEMMI IN DER NATUR, AUF KARTEN UND IN DER GESCHICHTE

Die Passlandschaft Gemmi verbindet Kandersteg im Frutigtal mit Leukerbad im Wallis. Seit dem Mittelalter führt der Weg vom Daubensee durch die Daubenwand (2322 m) nach Leukerbad. Früher jedoch wurde die etwa 400 m höher liegende "Alte Gemmi" benutzt. Verschiedene Wegreste, Höhlenburgen, geschichtliche Quellen und historische Karten ergeben eine spannende Übersicht zur Geographie und Geschichte der Gemmi als Grenze und als Verbindung zwischen dem Wallis und dem bernischen Oberland.

Referent: Prof. Dr. Klaus Aerni
Ort/Zeit: Hochschule Luzern, Pfistergasse 20, Hörsaal T1 / 20‘00

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VORTRAG 3

FREITAG, 25. FEBRUAR 2000
DER LANGE WEG NACH AFRIKA: TREIBSTOFFMANAGEMENT ZIEHENDER SINGVOEGEL

Die Überquerung geographischer Hindernisse wie Alpen, Mittelmeer und Sahara erfordert von den Zugvögeln ein optimales Management ihrer Energiereser-ven. Gewichtszunahmeraten und Verweildauer in Rastgebieten sind die kritischen Faktoren bei der Vorbereitung auf Langstreckenflüge. Während des Fluges zehren Vögel von ihren Fett- und Proteinvorräten, was im Extremfall zu einer ungewohnten Nahrungswahl nach der Landung führen kann.

Referenten: Dr. Michael Schaub
Dr. Regine Schwilch
Ort/Zeit: Hochschule Luzern, Pfistergasse 20, Hörsaal T1 / 20‘00

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VORTRAG 4

FREITAG, 17. MÄRZ 2000
COMEBACK DES WOLFES IN MITTELEUROPA ODER DAS MÄRCHEN VOM BÖSEN WOLF

Anfang des 20. Jahrhunderts verschwanden die letzten Wölfe aus Zentraleuropa. Nur im Norden und Süden Europas überlebten kleine Restbestände. In jüngster Zeit häufen sich Meldungen aus unseren Nachbarländern und auch aus dem Süden der Schweiz, die von zugewanderten Wölfen berichten. Der Wolf bereitet sein Comeback in Mitteleuropa vor. Die Menschen reagieren teils wohlwollend, teils skeptisch oder sogar entrüstet. Wer ist dieses Tier, das so viele Emotionen auslöst? Hat der Wolf in der Schweiz überhaupt eine Chance zu überleben? Die Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern zeigen, dass ein Nebeneinander von Mensch und Wolf möglich ist, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Referentin: Karin Hindenlang, Biologin
Ort/Zeit: Hochschule Luzern, Pfistergasse 20, Hörsaal T1 / 20‘00

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