Von Sternen und Bergen
Warum kommt manchmal aus Vulkanen glühende Lava?
Tief im Erdinneren ist das Gestein nicht mehr fest, sondern es wird durch die hohen dort herrschenden Temperaturen und den grossen Druck flüssig. Das dünn- oder zähflüssige Gestein nennt man Magma. Es kommt in einer Tiefe von 2 bis 50 Kilometer Tiefe vor. Wenn Druck und Temperatur dort unten gleich bleiben, bleibt das Magma normalerweise auch dort, wo es ist. Wenn sich aber wegen irgend eines Ereignisses im Erdinneren der Druck ändert oder die Temperatur, muss sich das Magma einen anderen Ort suchen, weil der Raum zu eng wird. Das Magma sucht sich einen Weg durch Schlote und Spalten empor zur Erdoberfläche. Wenn es dort austritt, wird es Lava genannt. Lava ist zwischen 700 Grad Celsius und 11000 Grad Celsius heiss. Und weil die Lava so heiss ist, glüht sie natürlich. Die Austrittsstellen an der Erdoberfläche heissen Vulkane. Aus manchen Vulkanen fliesst gleichmässig Lava, andere Vulkane brechen regelrecht aus. Das geschieht vor allem dann, wenn der Zufluss von Magma immer wieder unterbrochen wird. Das Magma erkaltet dann wieder und bildet Pfropfen. Und beim nächsten Mal muss sich der Druck erst soweit erhöhen, dass diese Pfropfen unter Getöse wieder hinausfliegen. Der Vulkan explodiert förmlich und schleudert Lava, Gase, Asche und feste Steine aus seinem Inneren empor. Warum Vulkane plötzlich nach manchmal mehr als 100 Jahren wieder ausbrechen, darauf haben selbst Vulkanforscher keine vernünftige Antwort.
Lit. Mathias Jörg Müller-Michaelis, "Warum ist die Banane krumm?", 1999 Südwest Verlag, München, ISBN 3-517-07817-4 |