| von Sternen und Bergen
Wo kommen eigentlich die Wolken her?
Die Erde ist ein Planet. Aus dem Weltraum, beispielsweise aus einem Raumschiff betrachtet, meint man, es ist eine riesige runde Kugel. Der grösste Teil der Erdoberfläche ist von Meeren bedeckt. Das Land sieht aus, als wären es riesige Inseln in den Meeren. Wenn nun die Sonne auf die grossen Wasserflächen der Meere scheint, wird das Wasser warm und ein Teil verdunstet dabei. Das Wasser steigt dann als unsichtbare, winzige kleine Tröpfchen in die Luft auf. Man kann diesen Vorgang beobachten, wenn in der Küche Wasser heiss gemacht wird. Da dampft es auch aus dem Topf. Und so ähnlich ist es, wenn die Sonne auf das Wasser scheint und es erwärmt. Nun ist aber die Luft nie ganz sauber. Überall auf der Welt schweben auch kleine Staub- und Salzkörnchen herum. Die Wassertröpfchen verbinden sich mit diesen kleinen Körnchen, die durch die Luft fliegen, sie halten sich sozusagen daran fest. Und wenn nun diese kleinen Tröpfchen aus Wasser und Salz oder Staub immer höher in die Luft steigen, wird es um sie herum immer kälter. Je kälter es wird, desto besser werden die Wassertröpfchen wieder sichtbar. Der Wasserdampf kondensiert in kalter Luft. Das, was am Himmel als weisse Wolke sichtbar ist, sind also Millionen sehr kleiner Wassertröpfchen.
Lit. Mathias Jörg Müller-Michaelis, "Warum ist die Banane krumm?", 1999 Südwest Verlag, München, ISBN 3-517-07817-4 |