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100 Jahre Seeforschungsanstalt Kastanienbaum

Der NGL Beitrag: Kunst und Wissenschaft

1895 trat die „Limnologische Kommission“ der NGL ins Leben; diese wurde später zu „hydrobiologischen Kommission“. Der Kommission stand eine tatkräftige Finanzkommission zur Seite, zuerst präsidiert durch Gotthardbahndirektor Wüest, später nach dessen Tode durch Bankdirektor Ch. Blankart.
Am Sonntag, den 18. Juni 1916 fand die 61. Generalversammlung der NGL in Kastanienbaum und die Eröffnung des dortigen hydrobiologischen Laboratoriums statt. Prof. Dr. Hans Bachmann referierte bei dieser Gelegenheit über „Das Weltbürgertum des Süsswasserplanktons“. Hans Bachmann, geboren im Luzerner Seetal, war zunächst Primarlehrer, dann kurzzeitig Priester, studierte Mathematik, Physik, promovierte in Biologie und war die treibende Kraft des hydrobiologischen Labors.

Plankton, das Umherirrende, wächst in Abhängigkeit des Nährstoffangebots. Die Versorgung unseren Seen geschieht primär durch Abwasser, also durch den Menschen und seine Tätigkeit.

Das hier zum 100 Jahr Jubiläum installierte Kunstwerk von François Bucher macht diese Zusammenhänge in einem Experiment sichtbar, man kann das Wirken von Wasser, Plankton und Licht sehen. „Sehen“ und „Wissen“ gehören zusammen, sie haben auch den gleichen althochdeutschen resp. indogermanischen Wortstamm. Die Installation verbindet die Wissenschaft der Hydrobiologie mit der Kunst. Eine Aufgabe der Kunst ist es ja, dem Betrachter das Wesen der Natur sichtbar zu machen. Das ist hier gelungen, dank François Bucher, der Bereitschaft der EAWAG, der Mitarbeit von Beat Kielholz und dem Beitrag der NGL.

Aufbau der Installation

Neun Glasschalen werden mit Wasser aus neuen Seen der Zentralschweiz gefüllt und, dem Tageslicht ausgesetzt, sich selber überlassen. Nach ca. 7 Tagen zeigen sich schon unterschiedliche Verfärbungen; an der Spitze liegt das Wasser vom Rotsee, gefolgt von jenem des Zugersees.

© Fotos Dr. Franz Schenker

Kunst und Wissenschaft

Foto: Dr. Franz Schenker

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